Seit fünf Jahren fahren wir jedes Jahr nach Kaltenbach zum Skifahren. Jetzt wurde ein lang ersehnter Traum wahr: Wir haben eine Nacht auf der Kristallhütte im Zillertal buchen können. 

Wer die Kristallhütte kennt, weißt: So einfach ist das mit dem Buchen nicht. In der Regel ist die Hütte, die auf knapp 2.200 Höhenmetern liegt und über schätzungsweise rund 15 Zimmer verfügt, ausgebucht. Wir schauen immer mal auf gut Glück rein – und konnten für den diesmal geplanten Zillertal-Aufenthalt eine Nacht ergattern. 

Kristallhütte im Zillertal

Die Vorfreude war riesig – und wir wurden nicht enttäuscht. Aber fangen wir doch vorne an, bei der Anreise. Unsere Koffer haben wir morgens mit in der Gondel zur Mittelstation transportiert, dort werden sie vom Kristallhütte-Personal abgeholt und per Schneemobil zur Hütte transportiert. Für uns bedeutete das also ein ganz normaler Skitag (Anmerkung: tatsächlich kommt man nur mit angeschnallten Skiern / Snowboard zur Kristallhütte, für Fußgänger ist sie nicht zugänglich). Schon zum Mittagessen sind wir auf die Hütte eingekehrt, weil ich sie von allen Hütten, die Kaltenbach zu bieten hat, am meisten liebe (empfehlenswert ist ansonsten übrigens noch die Wedelhütte). Nach ein paar weiteren Abfahrten konnten wir ab 16 Uhr dann in unser Zimmer einchecken – und das ist auch der Zeitpunkt, an dem die Stimmung so wahnsinnig interessant und auf eine ganz andere Art bezaubernd wird auf der Kristallhütte. 

Kristallhütte im Zillertal

Die Restaurantgäste müssen bis 16 Uhr von der Hütte verschwunden sein; das Sskischuhgetrampel verstimmt urplötzlich und für die Hotelgäste steht eine Jause bereit. Der Ort, der vorher so laut und lebendig war, ist ganz schnell ganz leiste, gemütlich, auf irgendeine Art und Weise sauber und trocken, als wären vorher nicht Hunderte von Leuten in Skiklamotten hier gewesen. Der Kamin lodert, draußen wird es dunkel, die Berge ringsum strahlen eine atemberaubende Ruhe aus. 

Kristallhütte im Zillertal

Unser Zimmer war eine Suite auf zwei Stockwerken mit Bergblick, ganz in Holz gehalten, mit Infrarot-Kabine, großen Fensterfronten und einer Badewanne.

Kristallhütte im Zillertal

Im selben Teil des Hauses ist das Spa gelegen, das ebenfalls nur für Hotelgäste zugänglich ist. Dort gibt es eine klassische (finnische) Sauna und ein Dampfbad sowie einen Ruheraum. Es ist klein – aber fein. Der Blick auf die schneebedeckten Berge und die damit verbundene Ruhe ist alles, was hier oben zählt. 

Kristallhütte im Zillertal

Wir haben den Nachmittag im Spa verbracht und sind um 20 Uhr zum Essen gegangen. Das ist ein Muss – alle Hotelgäste essen zur selben Zeit. Auch zwei Familien mit Kindern waren zu Besuch; und wie gesagt: mehr als 12-13 Tische waren nicht besetzt. So viele Tische wie es eben Zimmer gibt. Das Abendessen war ein Viergangmenü, das ohne Frage lecker war. Für uns war es allerdings ein langer Tag gewesen, sodass wir es nicht mal bis zum Dessert geschafft haben. 

Kristallhütte im Zillertal

Für den nächsten Tag hatten wir eine Runde Skifahren vor dem Frühstück geplant, sind um 7.20 Uhr aufgestanden und waren um kurz vor 8 auf der Piste. Aus dem Bett auf die Skier sozusagen – als allererste auf der ganzen Piste, ein wahnsinnig beeindruckendes Gefühl. Die Sonne geht langsam über den Bergen auf, und die Hänge erwachen zum Leben. 

Kristallhütte im Zillertal

Als wir zum Frühstück zurück kamen, waren schon externe Gäste fürs Frühstück vor Ort. Auch hier gab es wieder einen exklusiven Frühstücksbereich für die Hotelgäste mit Frühstücksbuffet, das keinen Wunsch offen ließ. Wir haben uns ganz in Ruhe hier unser Frühstück mit Bergluft schmecken lassen, sind dann aus dem Zimmer ausgecheckt und konnten unser Gepäck dann wie bei der Anreise nach einem weiteren Skitag an der Mittelstation finden, um es mit runter zu nehmen. 

Kristallhütte im Zillertal

Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Es war mindestens genauso schön wie ich es mir ausgemalt hatte. Die Ruhe dort oben, das Gefühl der Einsamkeit, niemand sonst weit und breit, das Design der Hütte, des Zimmers, der Sauna. Das gemütliche Essen, das familiäre Team. Trotz, dass die Kristallhütte so einen hippen Ruf hat, bleibt es hier oben bodenständig, gemütlich und freundlich. Ich würde jederzeit, jederzeit wieder herkommen! Am liebsten natürlich für mehr als eine Nacht. 

Kristallhütte im Zillertal

Danke, Kristallhütte, für unvergessliche Momente – als Hotelgast genauso wie als Restaurantgast tagsüber, wir haben schon so oft so lecker bei euch gegessen und tolle Skipausen verbracht!

Auf Instagram habe ich in diesem Reel und hier noch ein paar Bewegtbildaufnahmen zur Nacht auf der Kristallhütte geteilt.

Wer von euch war schon mal auf der Kristallhütte?

Liebst, 
Lea Lou

Kristallhütte im Zillertal

Autor

Hey, ich bin Lea Lou, Food-Fotografin, Content-Kreateurin, Mama und Yoga-Lehrerin.

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