Ich bin zur ersten Hochzeit meines Lebens eingeladen und habe angeboten, den Hochzeitskuchen dafür zu backen. Lest die ganze Geschichte im Blog! Das Rezept für den dreistöckigen Hochzeitskuchen mit Mascarpone-Frosting gibt es obendrein. 

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Es scheint, als hätte ein neues Kapitel im Leben angebrochen: das der Hochzeiten von Freunden. Gleich zu zwei Hochzeiten bin ich eingeladen in diesem Jahr, und ob ihr es glaubt oder nicht, handelt es sich bei diesen Einladungen um die ersten in meinem Leben (nicht dazu zähle ich die zweite Hochzeit meiner Mutter sowie die Hochzeit meiner Stiefschwester – beides mehr “family business“ als “friendship business“). Zusätzlich zu meiner Ratlosigkeit, was Klamotten und das richtige Benehmen betreffen, habe ich beschlossen, mich auf ganz anderer Ebene quasi komplett selbst herauszufordern – indem ich angeboten habe, den Hochzeitskuchen zu backen! Was habe ich mir bloß gedacht?!

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Wartet, ich weiß, was ich dachte: Klappt schon – so wie alles im Leben. Nichts ist unmöglich, es gibt für alles eine Lösung. Typische Lea-Lou-Gedanken eben. Aber wisst ihr was: Der Kuchen ist in der Tat ein Zauberwerk geworden! So, so lecker, und genauso schön wie ich ihn mir ausgemalt hatte!

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Natürlich hatte ich meine Hochs und Tiefs während der Vorbereitung und beim Backen. Vielleicht sollte ich euch ein kleines Detail nicht vorenthalten: Die Hochzeit wird in Italien stattfinden, in Pisa, um genau zu sein. Sprich, ich habe den Kuchen vorerst einmal „testgebacken“, und fliege in zwei Wochen dann mit Backformen im Gepäck nach Pisa, um den Kuchen dort erneut zu backen. Wird schon, denke ich, ihr kennt mich ja.

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So habe ich mich also hingesetzt und den Kuchen entworfen. Ich wollte, dass er genauso bunt wird wie ihr das von meinen Rezepten schon kennt, und ich wollte, dass er Karin und Marco, das „happy couple“, auf irgendeine Art und Weise repräsentiert und unsere Freundschaft darstellt. Zum Beispiel habe ich die beiden in London bei HEJ Coffee kennen gelernt, somit war also klar, dass Kaffee im Kuchen vorkommen soll. Übrigens ist Karin die Produzentin von diesem Youtube-Video, ebenso wie von diesem und diesem.

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Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt ich beim Backen war. Meine Hände haben so gezittert, dass ich kaum dekorieren konnte. Bisher habe ich einen einzigen Hochzeitskuchen in meinem Leben gebacken – das ganze Projekt hätte also ebenso komplett schief gehen können.

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Ging es aber nicht! Im Gegenteil: Lustigerweise bin ich fast der Meinung, selten einen perfekteren Kuchen gebacken zu haben. Zugegebenermaßen sind die Teige super einfach zuzubereiten, und wer konzentriert arbeitet und genug Zeit bereit hält, der wird – da bin ich sicher – mit einem ebenso bildschönen und köstlichen Kuchentraum beglückt werden!
Meine Familie hat den Kuchen getestet, und glaubt mir, dass meine Mutter meine beste Kritikerin ist (neben mir selbst vielleicht): Doch selbst sie war hin und weg!

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Die nächste Herausforderung ist also, den Kuchen in zwei Wochen in Pisa noch einmal ebenso gut hinzukriegen, drückt mir die Daumen, dass es gelingt!

Euch drücke ich selbstverständlich auch die Daumen, im Fall, dass ihr den Kuchen nachbacken wollt!

Auf die Liebe!

Lea Lou

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Dreistöckiger Hochzeitskuchen mit Mascarpone-Frosting

Nun also die Anweisungen, wie ihr den dreistöckigen Hochzeitskuchen Nachbacken könnt. Selbstverständlich könnt ihr auch nur euren Favoriten-Kuchen backen – ob für eine Hochzeit, ein Sommerfest oder, was weiß ich, für euch selbst!
Ich habe mit dem Schoko-Kuchen begonnen, danach den Kaffee-Walnuss-Kuchen gebacken und zum Schluss den Zitronen-Holunderblüten-Kuchen gebacken. Alle drei Kuchen habe ich über Nacht auskühlen lassen, um sie am nächsten Tag mit den entsprechenden Füllungen zu füllen, rundherum mit der Mascarpone-Creme „einzuschmieren“ und sie zu dem Kuchen-Turm zusammen zu setzen, den ihr hier in den Bildern seht. Ich rate euch, auch mindestens zwei Tage für den Kuchen einzuplanen.

**Hinweis: Vom Kaffee-Walnuss- sowie vom Zitronen-Holunderblüten-Kuchen hatte ich jeweils etwas zu viel Teig, doch bevor ich jetzt im Nachhinein die Mengen abändere und es dann womöglich nicht gelingt, belasse ich lieber alles wie getestet. Mit dem restlichen Teig könnt ihr ein paar zusätzliche Muffins backen, zum Beispiel; wegschmeißen und dabei Lebensmittel verschwenden sollte keiner von uns, finde ich!

Schokoladenkuchen mit Aprikosen-Füllung und Ganache-Creme

Für einen 24-cm-Kuchen.

60 g Kakaopulver
6 EL kochendes Wasser
4 Eier, Bio vorzugsweise
250 g Butter, plus etwas mehr zum Einfetten der Form
250 g Zucker
225 g Mehl
1 EL Backpulver

Für die Füllung:
75 g dunkle Schokolade (60 % Kakaoanteil)
75 ml Sahne
2 EL Aprikosenmarmelade

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Springform mit 24 cm Durchmesser einfetten und mit Backpapier auslegen.

Das Kakaopulver mit dem Wasser in einer großen Schüssel glatt rühren. Die Eier nacheinander unterrühren, dann Butter und Zucker ebenfalls unterrühren.

In einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver mischen. Mehlmischung unter den Teig rühren, bis alle Zutaten miteinander vermischt sind.

Den Teig in die vorbereitete Backform geben und 60 Minuten lang backen, bis er gar ist (Stäbchenprobe durchführen). Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit (oder am nächsten Tag) für Füllung die Schokolade grob hacken und mit der Sahne in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen, dabei gut rühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Creme rühren, bis die Schokolade aufgelöst ist und eine glänzende Creme entstanden ist. Die Ganache abkühlen lassen – dadurch wird sie fester und verläuft auf dem Kuchen nicht allzu sehr.

Den Kuchen quer halbieren, die untere Hälfte mit der Aprikosenmarmelade bestreichen und dann die Ganache vorsichtig auf der Marmelade verteilen. Die obere Kuchenhälfte auf den Kuchen setzen, und den Kuchen kalt stellen, während die anderen Kuchen fertig gestellt werden.

Kaffee-Walnuss-Kuchen

Für einen 18-cm-Kuchen.**

200 g weiche Butter, plus etwas mehr zum Einfetten der Form
200 g Zucker
3 Eier, Bio vorzugsweise
40 ml starker Espresso
200 g Mehl
1 EL Backpulver
70 g Walnüsse

Für die Füllung:
90 g weiche Butter
125 g Puderzucker (gesiebt)
1,5 EL kalter starker Espresso

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Springform mit 18 cm Durchmesser einfetten und mit Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Nach und nach die Eier und den Espresso hinzufügen und alles cremig schlagen.

In einer zweiten Schale das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Mehlmischung mit einem Löffel unter den Teig heben, bis alle Zutaten vermischt sind.

Die Walnüsse grob hacken und unter den Teig heben.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und den Kuchen 50–55 Minuten backen, bis der Kuchen gar ist (Stäbchenprobe machen). Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit (oder am nächsten Tag) für die Füllung die Butter mit dem Puderzucker cremig rühren, dann langsam den Espresso hinzufügen.

Den Kuchen quer halbieren und die Butter-Creme auf der unteren Hälfte verteilen. Die obere Kuchenhälfte zurück auf den Kuchen setzen, und den Kuchen kalt stellen, während der letzte Kuchen fertig gestellt wird.   

Zitronen-Holunderblüten-Kuchen

Für einen 12-cm-Kuchen.**

100 g weiche Butter, plus etwas mehr zum Einfetten der Form
100 g Zucker
2 Eier, Bio vorzugsweise
1 EL Zitronenabrieb (von einer Bio-Zitrone)
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Meersalz
1 EL Holunderblütensirup

Für die Holunderblüten-Füllung:
3 EL Holunderblütensirup
1 EL Zitronensaft
1 EL Zucker

Für das Mascarpone-Frosting:
500 g Mascarpone
500 g Puderzucker (gesiebt)
150 ml Sahne

Zum Dekorieren:
1 Handvoll Beeren, z.B. Blau-, Him- oder Erdbeeren
Blüten (essbare, echte oder Papier-/Plastikblüten)

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Springform mit 12 cm Durchmesser einfetten und mit Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel die Butter mit dem Zucker cremig rühren, dann nach und nach die Eier und die Zitronenschale unterrühren.

In einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und Salz mischen. Die Mehlmischung unter den Teig rühren, zuletzt den Holunderblütensirup unterrühren.

Den Teig in die vorbereitet Backform geben und 45 Minuten backen, bis er gut aufgegangen und gar ist (Stäbchenprobe machen). Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und vollständig in der Form abkühlen lassen.

Für die Holunderblüten-Füllung den Holunderblütensirup mit Zitronensaft und Zucker verrühren, bis der Zucker aufgelöst ist.

Den Kuchen aus der Form entfernen und quer halbieren. Mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß mehrmals beide Hälften einstechen und den Sirup auf beide Kuchenhälften träufeln.

Für das Frosting die Mascarpone mit dem Puderzucker cremig rühren. Die Sahne halbsteif schlagen, so, dass sie noch recht flüssig ist, aber schon ein wenig „fluffig“. Die Sahne zur Mascarpone hinzufügen und alles mit dem Handmixer cremig schlagen. 3 Esslöffel der Creme auf den unteren Kuchenboden geben und verteilen, den Kuchen zusammen setzen.

Nun alle drei Kuchen rundherum mit dem Mascarpone-Frosting bestreichen, dann die Kuchen vorsichtig aufeinander setzen – unten den Schokoladenkuchen, in der Mitte den Kaffee-Walnuss-Kuchen und oben den Zitronen-Holunderblüten-Kuchen.

Den dreistöckigen Hochzeitskuchen nach Belieben garnieren, zum Beispiel mit (essbaren) Blüten und Beeren. Den Kuchen bis zum Servieren kalt stellen. 

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Hi, I'm Lea Lou, food photographer, recipe artist, yoga teacher, mum-to-be – and always smiling. Have fun on my blog!

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