Ich muss zugeben, zum Ende des letzten Jahres hin war ich in meiner Küche nicht sehr aktiv. Habe andere Arbeiten fertig gebracht und mich auf Weihnachten eingestimmt, Geschenke gebastelt und gekauft und Organisatorisches für das Baby hinter mich gebracht. Ich muss zugeben: So eine Pause von der Küche hat mal richtig gut getan. Sonst stehe ich da als Rezeptentwicklerin ja nämlich doch täglich und habe nach getaner Arbeit immer das „Problem“, dass jemand (meist dann ich) das Essen auch essen „muss“, das ich zubereitet habe. Das klingt sicher ganz furchtbar in euren Ohren – doch ich für meinen Teil hätte manchmal gerne die Möglichkeit, öfter spontan abends draußen zu essen, ob mit meinem Freund oder mit Freunden. 

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Jetzt, zum Jahresanfang, muss ich allerdings noch ein paar letzte Rezepte kreieren, bevor das Baby nächsten Monat auf die Welt kommt, und ich freue mich, mal wieder in der Küche tätig zu sein und danach Essen zu genießen, von dem ich ganz genau weiß, was drin ist. Trotzdem gebe ich auch zu: Ich bin nicht mehr die Fitteste. Alleine schon 30 Minuten zu stehen, macht sich mit einem 48-cm-großen Baby im Bauch doch ganz schön im Rücken und in den Beinen bemerkbar!

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Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, gestern ein veganes rotes Erdnuss-Thai-Curry mit geröstetem Kürbis zuzubereiten. Inspiriert hat mich dafür ein ähnliches Erdnuss-Curry, das mein Freund und ich vor zwei Wochen in Berlin bei einem Vietnamesen gegessen haben. Es ist cremig, voller Geschmack und knackigem Gemüse! Ich habe zum Curry Natur- mit Wildreis serviert sowie etwas geräucherten Tofu, den ich in Kokosöl und Sojasauce angebraten habe. Zum Glück ist von allem noch genug übrig, sodass ich – sobald ich hier auf „veröffentlichen“ geklickt habe – in Windeseile gleich nochmal vom leckeren Curry kosten darf!

Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen!

Liebst,
Lea Lou 

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Veganes rotes Erdnuss-Thai-Curry mit geröstetem Kürbis

Für zwei Portionen. 
1/2 kleiner Hokkaidokürbis
1 EL Oliven- oder Pflanzenöl
1 Knoblauchzehe
1 gelbe Zwiebel 
1/4 kleiner Brokkoli
1/2 rote Paprika
1 Handvoll Champignons
1 TL Kokosöl
1 Prise Koriander, gemahlen
1 Prise Kreuzkümmel, gemahlen
1 Prise Ingwer, gemahlen
1–2 TL Rote Currypaste
300 ml Gemüsebrühe
150 ml Kokosmilch
150 g Tomatenstücke (Konserve)
2 EL Erdnussmus (100% Erdnüsse)
2 Handvoll Babyspinat
Meersalz und schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen 

Zum Servieren: 
(Natur- oder Wild-)Reis
Angebratener (geräucherter) Tofu (optional)

Zubereitung:
Backofen auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. 

Kürbis waschen und entkernen, das Fruchtfleisch in mundgerechte Würfel schneiden und in eine ofenfeste Form geben. Kürbis mit Öl mischen und im heißen Ofen 20–25 Minuten rösten, bis er gar ist, dabei mehrmals wenden. 

Währenddessen das restliche Gemüse vorbereiten: Knoblauch und Zwiebel schälen, fein hacken.

Brokkoli in Röschen teilen, Stiel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden, Brokkoli waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. 

Paprika waschen, entkernen, ebenfalls in Würfel schneiden.

Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. 

In einem mittleren Topf Kokosöl erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und die getrockneten Gewürze darin andünsten, dabei mehrmals rühren. Currypaste hinzufügen, kurz anschwitzen lassen. 

Brokkoli und Paprika hinzufügen, andünsten, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Den Topf mit einem Deckel schließen und das Gemüse drei bis fünf Minuten lang köcheln lassen. Champignons  und Kürbis hinzufügen, dann Kokosmilch, Tomatenstücke und Erdnussmus in den Topf geben, gut rühren und die Mischung erneut kurz aufkochen lassen.

Spinat waschen und trocken schleudern, Spinat unter das Curry heben.

Curry vom Herd nehmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Curry nach Belieben mit (Natur- oder Wild-)Reis und angebratenem (geräucherten) Tofu servieren. 

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Hi, I'm Lea Lou, food photographer, recipe artist, yoga teacher, mum-to-be – and always smiling. Have fun on my blog!

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